Allergien

Allergien naturheilkundlich behandeln

Allergische Erkrankungen haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Bei der Vielzahl von Stoffen, mit denen wir täglich Kontakt haben, wird es einerseits immer schwieriger, das verantwortliche Allergen ausfindig zu machen, andererseits ist es unmöglich, sich diesen Allergenen zu entziehen (z.B. Pollen, Schimmelpilzen, Milben).

Ausschlag, Jucken, Dauerniesen … 25 – 30 % der Bevölkerung leiden an Allergien, ständig werden es mehr. Besonders in den Industriestaaten hat die Zahl der Allergiker in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen – Menschen in den Entwicklungsländern sind weniger betroffen.

Von einer Allergie sprechen wir bei überschießender Abwehrreaktion des Immunsystems gegenüber bestimmten körperfremden oder körpereigenen – aber an sich harmlosen – Substanzen. Diese Abwehrreaktion geht mit typischen Symptomen einher, die uns allen bekannt sind.

Allerdings kann sie sich manchmal auch auf ganz neue und ungewöhnliche Weise zeigen, zum Beispiel als psychische Erregbarkeit, mit Angst- oder Panikgefühlen.

Dabei fällt auf, dass Kinder „allergischer Eltern“ häufiger betroffen sind als andere. Neben einer genetischen Prägung kommen also unter anderem folgende Auslöser in Frage:

  • Umweltgifte, Stress, veränderte Lebensgewohnheiten belasten Körper und natürliche Abwehr
  • Übertriebene Hygiene – die natürlichen Herausforderungen für das Immunsystem fehlen und es sucht sich neue „Gegner“
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten, auch artfremde (z.B. genmanipulierte) und ortsfremde (exotische) Lebensmittel

 

Nahrungsmittelunverträglichkeiten können oft  mit einer Suchdiät bestimmt werden. Doch gelingt es nicht in allen Fällen, die Allergene ausfindig zu machen.

 

Hohes Allergiepotential haben folgende Nahrungsmittel:

  • Milch- und Milchprodukte
  • Eier, besonders das Eiweiß
  • Zitrusfrüchte und Kiwis
  • Getreide, vor allem Weizen
  • Nüsse
  • Meeresfrüchte
  • Fisch

 

Weitere Allergene können sein:

  • Medikamente (Lokalanästhetika, Antibiotika)
  • Tierhaare, genau genommen die daran klebende Hautschuppen, Schweiß, Speichel, Talg oder Urin
  • Milbenkot (Hausstauballergie)
  • Insektengift
  • Psychische Stressoren („gegen den bin ich allergisch“)

 

Während in den reichen Ländern viel Fleisch, Fisch, Wurst und Käse verzehrt werden, die Menschen also viel Fett und tierisches Eiweiß zu sich nehmen, leben Menschen in den ärmeren Ländern dieser Erde vorwiegend vegetarisch und sind — das beweisen verschiedene Forschungsprojekte zu diesem Thema – deshalb weniger gefährdet.

Positiv wirkt sich bei einer Allergiebehandlung nicht allein das Reduzieren bzw. Weglassen tierischer Produkte aus. Auch die pflanzliche Kost, die stattdessen mehr verzehrt wird, tut ihren Teil dazu: Unter den »sekundären Pflanzeninhaltsstoffen«, die eine Pflanze neben Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten enthält, befinden sich etliche Stoffe mit gesundheitsfördernder Wirkung.

In Bezug auf Allergien sind z. B. die Flavonoide interessant, also Antioxidantien, die sich positiv auf das Krankheitsbild auswirken. In einer englischen Studie wurde z. B. nachgewiesen, dass bei einer hohen Zufuhr von Flavonoiden das Auftreten und der Schweregrad von Asthmaanfällen vermindert ist. Und da Gemüse auch die antientzündliche Salizylsäure enthält, kann es auch allergisch bedingte Entzündungen positiv beeinflussen.

Es sind etliche Hinweise, dass eine entsprechende Ernährungsweise sowohl vorbeugend als auch zur Behandlung von Allergien erfolgreich eingesetzt werden kann, da die entzündliche Grundstimmung im Körper gemindert und die allergische Reaktionsbereitschaft herabgesetzt wird.

Naturheilkundliche Therapieverfahren

haben zum Ziel, durch Stärkung des Immunsystems und Umstimmung des Organismus die Histaminausschüttung im Körper zu verringern und dadurch überschießende Reaktionen auf bestimmte Stoffe zu verhindern. Es macht auch Sinn, zusätzlich zu einer Behandlung auf Naturbasis ein individuelles Ernährungskonzept für den Patienten zu entwickeln.

Zu den Verfahren gehören z.B. Akupunktur, Informationsmedizin, Homöopathie, Teslaplatten-Therapie, Scenar-Behandlung, u.a.